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Der bekannte Zukunftsforscher John Naisbitt hat anläßlich der Jahrtausendwende zurecht festgestellt: „We are drawning  in Information but starving for wisdom.“

Gerade  im Bereich komplexer Wirtschafts- und Wirtschaftsstrafrechtscausen hat sich dieser Grundsatz nicht nur bewahrheitet sondern wird zu einer immer größeren Herausforderung für Anwälte, Richter und Sachverständige.

Sachverhalte, die bis zu 100 Einzelunternehmen und Personen umfassen müssen erfasst, analysiert, beurteilt, bewiesen und verständlich gemacht werden.

Es ist eine Zumutung für Klienten, Richter und andere sich durch hunderte Seiten dicke Schriftsätze und deren oft noch umfangreicheren Beilagen arbeiten zu müssen, um Sachverhalte zu erfassen und die darin aufgezeigten Zusammenhänge zu verstehen.

Es ist ebenso eine Zumutung für Anwälte jedes Detail eines komplexen Sachverhaltes im Blick zu behalten, sämtliche Verbindungen herzustellen und sämtliche Beziehungen zwischen betroffenen Personen, Unternehmen, Ereignissen vollständig und korrekt zu erfassen.

Dies ist, auch wenn man sich das hehre Ziel fehlerfreie Analyse setzt, rein menschlich ab bestimmten Datenmengen nicht mehr möglich. Dadurch entstehen erhebliche Risikoquellen für Mandanten und Berater, die auf herkömmlichen Weg nicht kontrollierbar sind.

Mittlerweil stellen uns schon „kleine“ Fälle vor beachtliche Probleme. In einem Fall haben mehrere Personen in offenbarer Erfüllung des Tatbestandes der betrügerischen Krida 15 Unternehmen gegründet. Jedes Unternehmen hatte zwei bis vier Bankkonten und zwischen den einzelnen Unternehmen wurde über zahlreiche Verrechnungskreise hin- und herfakturiert. Vorsteuerbetrug, Sozialversicherungsbetrug, verdeckte Gewinnausschüttungen eingeschlossen. Alleine die schiere Menge an Geldüberweisungen zuzuordnen und darzustellen überschritt die Datenmengen von 1000 Datensätzen um ein Vielfaches.

Hinzu kamen die einzelnen Personen, deren Funktionen über unterschiedliche Perioden sowie die Unmenge von unstrukturierten Daten in Form von Emails und deren Attachements, sowie sonstiger Schriftverkehr in Form von Word- und Pdf-Dokumenten. Ergänzt wurde dies dann noch von erheblichen nicht elektronischen Datenmengen in Form von Notizbüchern und –blöcken.

Schon ein durchaus üblicher Fall wie dieser beinhaltet heute solche Datenvolumen, dass ohne strukturierte Vorgangsweise eine effiziente Erfassung und Analyse nicht möglich ist. Würde man sämtliche Daten in Hardycopyform ausdrucken, chronologisch und thematisch ordnen wäre ein wirtschaftlich kaum tragbarer personeller Aufwand zur Aufarbeitung erforderlich. Die Datensätze müssen korrekt erfasst und zugeordnet werden. Dann müssen sie vor allem personell, zeitlich und thematisch korrekt miteinander vernetzt werden. Nur so ist gewährleistet – sowohl auf Seite des Klägers oder Anklägers, wie auf der des Verteidigers – das maßgebliche Details nicht übersehen werden.

Gehen wir davon aus, dass man es schließlich mit herkömmlicher Vorgangsweise schafft, einen solchen Sachverhalt schlüssig und strukturiert als Sachverhaltsdarstellung oder Anklageschrift zu Papier zu bringen.

Nun muss diesen Schriftsatz aber jemand lesen, der nicht die Zeit des Verfassers hat, sich mit jedem Detail auseinander zu setzen. Dieser geneigt Leser oder im Falle eines mündlichen Vorbringens in einem Gerichtssaal, der geneigte Zuhörer, muss nun nur durch rein visuelle oder rein auditive Wahrnehmung den gesamten Komplex aufnehmen und erfassen.

Kurz gesagt, dass funktioniert nicht. Das führt zu – für alle Beteiligten – schlechten und ungenauen Urteilen, zu Berufungen weil nicht alle Vorbringen korrekt berücksichtigt wurden und fördert die Unzufriedenheit in und mit der Justiz.

Was wäre nun, wenn man diese hundert und mehr Seiten, sämtliche Zusammenhänge und Daten als Anwalt, Staatsanwalt oder Berater bereits laufend auf einem elektronischen Formular strukturiert erfasst? Was wäre wenn dieses Formular die Daten über einen virtuellen Tunnel mit der international höchsten verfügbaren Sicherheitsstufe in eine Visualisierungs- und Netzwerkdatenbank überträgt? Was wäre wenn Leser und Zuhörer alle Zusammenhänge chronologisch oder hierarchisch oder sonst nach Belieben auf einem Bild visualisiert vor sich sehen und dadurch in wenigen Minuten erfassen und begreifen können?

bigdata-zukunft

Das Corporate Information Network hat mit Unterstützung und als weltweit erster ASL-lizenzierter Partner für diese spezielle Software einen Weg gefunden, beschritten und in zahlreichen Fällen schon umgesetzt, der uns aus der von John Naisbitt angekündigten Falle herausführt.

Wir haben als Lizenzpartner und in Weiterentwicklung einer bestehenden Softwarelösung den Weg gefunden und programmiert, der die obigen Fragen positiv beantwortet. Wir unterstützen Rechtsanwälte, Interne Revisionen und die Justiz mit erstklassigen Visualisierungen. Wir bringen komplexeste Sachverhalte mit bisher (der größte) über 100.000 Datensätzen, die in über 40 einzelne Sachverhaltsdarstellungen mündeten in eine Visualisierung aus der jede Person, Firma, Verbindung, Überweisung oder Email mit Knopfdruck dargestellt werden kann.

Das ist seit langem die interessanteste und Effizienz steigernste Revolution auf dem Gebiet der Rechtssprechung.

 

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